Ein Brunnen für Awindji

Es gab kein Trinkwasser in Gobadas „Außenstelle“ Awindji. Wasser wurde aus den schlammigen, grünen Gumpen des Flusses Zou geschöpft.

Die Hälfte der Bevölkerung hat einen Guineawurm als Untermieter, auch Kinder sind infiziert. Die zuständige Stelle in Savalou ist seit fünf Jahren über die Misere informiert. Auch ein Antrag über eine Brunnenbohrung liegt seit dieser Zeit vor. Aber immer hieß es “Wir haben kein Geld und der Guineawurm ist laut Gesundheitsministerium ausgerottet“.

WEMA HOME sprang ein und gab die Bohrung des Brunnens in Auftrag. Ein alter erfahrener Wünschelrutengänger fand die richtige Stelle. 60 Meter tief musste gebohrt werden. Als die Wasserfontäne aus der Tiefe schoß, jubelte das ganze Dorf.

Am glücklichsten über die Wasserpumpe sind die Frauen.  Sie erzählen wie beschwerlich es für eine Schwangere ist, eine Wasserschüssel (25-30 l) auf dem Kopf vom Fluss etwa 2,5 km den Abhang hinauf bis zum Dorf zu tragen und das bis zu drei Mal. „Vor der Realisierung dieser Pumpe mussten wir, wenn wir auf die Felder gingen, um 16 Uhr unsere Arbeit beenden. Wir gingen nach Hause und kümmerten uns ums Wasser bevor wir mit der Hausarbeit begannen. Die Pumpe im Dorf erlaubt uns den ganzen Tag auf unseren Feldern zu bleiben und wir können viel mehr schaffen. Diese Trinkwasserquelle ist das Schönste was wir uns vorstellen können.  Gott sei gepriesen, auch adieu Guineawurm und adieu wasserbedingte Darmkrankheiten“.

Eine Zisterne für Aningbe

In Aningbé gibt es vier Brunnen, leider sind sie alle nach und nach ausgetrocknet. Für die Bevölkerung und für die Schulkinder ist es schwierig und zeitaufwendig an Wasser zu kommen, weil die nächste Wasserstelle 7,5 Km entfernt liegt. Brunnen bohren steht nicht mehr zur Debatte weil es laut Rutengänger und Scanner keine Wasserader gibt, die ergiebig genug ist. Wir diskutieren mit dem Dorfchef, dem Délégué und dem Schuldirektor. Das Einzige was dem Dilemma Abhilfe schaffen kann wäre eine Regenwasserzisterne. 

WEMA HOME konnte auch dieses Projekt finanzieren. Eine große gemauerte Zisterne wurde gebaut, in die das Regenwasser vom Dach der Schule (dem größten Dach im Ort) geleitet wird. Jetzt muss es nur noch regnen…

Ausheben der Grube Prüfen der Regenrinne

Endlich fertig! Die Freude ist groß

Auch bei den Kindern

Erfolgreich ausgebildet

Gobada, Ausbildungszentrum für Mädchen: 14 Mädchen erhielten ihr Diplom. Sieben als Friseurin, drei als Schneiderin und vier als Weberin. Das gab ein großes Fest im Dorf.

Tomaten in der Trockenzeit

In Yakabissi, man sieht und spürt es, steckt Freude an der Arbeit dahinter. Heuer wurden zum ersten Mal in der Trockenzeit Tomaten gepflanzt und geerntet. Das war möglich, weil durch das Gelände von Yakabissi der Mekrou fließt, außerdem haben wir eine gut funktionierende Solarpumpe. So können die Jungbauern und Bäuerinnen die Märkte zu einer Zeit mit Tomaten beliefern in der es wenig bis gar keine Tomaten gibt.

Auf 20 Hektar urbar gemachten Boden werden ab nächster Woche 1000 veredelte Acadjoupflanzen (Anacardium occidentale, Cashew) gesetzt. Alle 15 Meter wird ein 50 Zentimeter tiefes Loch gegraben und der Baumschössling eingesetzt. Eine Knochenarbeit ist das.

Durch ein Agreement mit dem Ministerium für höhere Bildung & Wissenschaftliche Forschung, der Universität in Abomey-Calavi, der Universität in Parakou und Wema-Home bekommen Studenten in Geologie, Biologie und Agrarwissenschaft  die Möglichkeit, ihr halbjähriges Praktikum in Yakabissi zu absolvieren. Bisher endete das Studium der meisten an der Schreibtischkante, da es wenig bis gar keine Möglichkeit für ein Praktikum gab.

Latrinen bieten auch Schutz

Aningbe: Die neuen Schultoiletten, von EBV Elektronik aus Poing gesponsert, wurden mit viel Freude, Gesang und auch Gelächter eingeweiht. Am dankbarsten für eine Toilette sind die Mädchen. „Wir sind da sicher und können in aller Ruhe unser Geschäft verrichten, weil die Türen von innen zu verriegeln sind“. Viele Vergewaltigungen passieren, wenn Mädchen und Frauen in den Busch gehen um sich zu erleichtern. Oft gehen sie zu zweit oder zu dritt damit sie sich besser vor Übergriffen schützen können. Toilettenbau ist also nicht nur aus hygienischer Sicht notwendig.