Latrinen
Seit 2012

Beim Besuch unseres Projektes jardin sacré in verschiedenen Schulen wurden wir auf einen Missstand aufmerksam, der uns veranlasste, das Projekt Latrinenbau zu starten.

Eine Schule mit 800 Schülern hat keine Toiletten. Das ist in Benin kein Einzelfall. Die Kinder und auch Lehrer gehen einfach hinter den nächstbesten Busch. Wie hygienisch das ist, kann man sich vorstellen. Da es in der Schule kein Wasser gibt, die Kinder sich also die Hände nicht waschen können, ist es nicht verwunderlich, dass sich Krankheiten wie Durchfall, Hepatitis und Typhus leicht ausbreiten.

Wichtige Männer vor den Latrinentüren

Latrine in Babadôhô

Das Problem beschrieben wir anlässlich des Welttoilettentages am 19. November 2011 im Poinger Anzeiger. Die ortsansässige Firma EBV erklärte sich sofort bereit, uns bei dem Projekt zu unterstützen. So konnten wir mit dem Latrinenbau beginnen. Auch das Jane Goodall Institut hat zwei Latrinen gespendet.

Wie wichtig für die Menschen dieses Häuschen ist, zeigt schon die Einweihungszeremonie.

Der Landrat mit Stellvertreter, der Bürgermeister mit Stellvertreter, die Chefs der umliegenden Kommunen, die Dorfchefs, der Vertreter des Königs, der Elternbeirat und der Direktor der Schule kamen, obwohl sie wussten, dass es nichts zu essen oder zu trinken gab.

Latrine-Govi von EBV Poing

Das neueste Modell in Govi

Eine Woche vorher, als das Justizgebäude in Savalou eingeweiht wurde, war nicht einmal die Hälfte der oben genannten Amts- und Würdenträger anwesend.

Dieses Latrinenhaus generierte außerdem einen Arbeitsplatz. Ein behinderter Mann, der von Almosen lebte, wurde als Klomann eingesetzt. Er hält die Latrinen sauber und wird dafür bezahlt.

Ergebnis:

Latrinen wurden bis jetzt in sechs Orten gebaut: in Savalou, Lama, Govi, Babadoho, Carrefour und Kouwonatougou

Ihre Hilfe
Die Finanzierung weiterer Latrinen.

http://blog.ebv.com/portait-marianne-doetzer-voice-benin-africa/