École Carrefour
Projekt läuft seit 2015 selbstständig

Zielgruppe sind rund 1.900 schulpflichtige Kinder in 12 Dörfern des Arrondissements Gobada. Die bestehende Schule in Carrefour ist ein Provisorium. In 6 Klassen werden zur Zeit 145 Schüler – davon 78 Mädchen und 67 Jungens – von 6 Lehrern unterrichtet. Die Situation ist prekär, die meisten Eltern weigern sich ihre Kinder in dieses Provisorium zu schicken. Die Kinder sitzen im Freien unter einem mit Stroh oder Wellblech gedeckten Pavillon und sind Wind und Wetter ausgesetzt.  Die Schüler sind oft krank. Besonders betroffen sind die Kleinen. Außerdem gibt es immer wieder wetterbedingte Unterrichtsausfälle. Ein qualifizierter Schulabschluss ist deshalb nicht möglich. Trotzdem wurden für 2014 bereits 70 Kinder neu für die erste Klasse angemeldet.

Ziel des Projektes ist es, den Kindern einen regelmässigen Schulbesuch zu ermöglichen und die Schülerzahl von bisher 145 auf ca. 500 Kindern zu erhöhen. Dazu ist der Bau von zwei Modulen mit jeweils drei Klassenräumen, Lehrerzimmer und Magazin geplant.

Baugrund ist vorhanden

Projektstandort ist Carrefour, das heißt Wegkreuzung und liegt inmitten einer Gruppe von zwölf Dörfern im Umkreis von 6 bis 9 Kilometern im Südwesten des Arrondissements Gobada. Für die Schule wurde ein zentraler Platz gewählt, damit alle Schüler aus den umliegenden Dörfern einen ungefähr gleich langen Schulweg haben. Die nächste Grundschule zu Carrefour liegt 14 km entfernt.

Das Prinzip von WEMA-HOME ist die Nachhaltigkeit der Projekte. Wir greifen nur Anliegen auf, die von der Bevölkerung an uns herangetragen werden. Gemeinsam werden die Vorhaben mit der Zielgruppe geplant. Unabdingbare Voraussetzung sind Eigeninitiative und Eigenleistung der Begünstigten.

Weg nach Carrefour

Der Bau gestaltete sich schwieriger als gedacht. Die Regenzeit dauerte einige Wochen länger und im gesamten Arrondissement gab es Überschwemmungen. Nach Carrefour geht keine befestigte Straße. Aus einem Trampelpfad wurde durch Holz- und Baumwolltransport ein ausgefahrener Weg, der während der Regenzeit nur für Fußgänger und Mopeds passierbar ist.