Flüchtlinge

Über Flüchtlingsdramen nicht nur im Mittelmeer, hören und lesen wir fast täglich. Die Nachrichten über die Hintergründe warum die Menschen ihre Heimat verlassen, sind sehr spärlich. Es ist nicht immer die politische Situation sondern sehr oft die Perspektivlosigkeit die zum Exodus führt. Mit wenig Mitteln wäre es möglich die Menschen im Land zu halten und ihr Überleben in ihrer Heimat zu sichern.

Ein kleines Beispiel

Alle Menschen die im Dorf Moussansamou wohnen, arbeiten als Gemüsebauern, Frauen, Männer, Jugendliche und in den Schulferien auch Kinder. Sie sind sehr fleißig. Während der Regenzeit pflanzen sie auf einem großen Areal Tomaten und Gemüse an. Das alles nur mit Hacken, Buschmesser und Schüsseln für den Wassertransport zum gießen der Pflanzen. Mit ihrer Ernte beliefern sie den größten Markt im Verwaltungsbezirk Atacora.

Leider führt der Bach nur während der Regenzeit genügend Wasser. In der immer länger andauernden Trockenzeit bleiben nur noch ein paar Gumpen übrig, die als Trinkwasservorrat dienen. Die schlechte Qualität des Wassers aus diesen Tümpelchen ist auch eine Quelle für Magen- und Darminfektionen. Sie sind unter anderem Ursache für eine hohe Kindersterblichkeit.

Während der langen Trockenzeit gibt es nichts zu tun und noch weniger zu verdienen. Die jungen Männer des Dorfes machen sich als Wanderarbeiter auf den Weg in den Süden Benins, nach Nigeria oder Ghana. Ihr Verdienst hält sich in Grenzen. Zu Beginn der Regenzeit (wenn sie denn kommt) trudeln sie wieder zu Hause ein, um gemeinsam mit den Frauen auf den Gemüsefeldern zu arbeiten.

Manche der jungen Männer entfliehen dieser Unsicherheit und versuchen ihr Glück fern der Heimat. Wie oft werde ich von ihnen gefragt, gibt es Arbeit in Deutschland, wir machen alles, auch die Drecksarbeit die bei euch niemand machen will. Wichtig ist, dass wir unsere Familien ernähren und unsere Kinder die Schule besuchen können.

Knorr Bremse – Global Care kennt die Not dieser Menschen und engagiert sich ein zweites Mal mit einem Wasserprojekt in Benin. Unabhängig von der Regenzeit kann so Gemüse angebaut werden. Die Familien verdienen damit genügend Geld, um sich gut zu ernähren, zu kleiden und ihre Kinder in die Schule zu schicken und niemand denkt daran, seine Heimat zu verlassen.